Themen für Kräuterplausch 2026 gesucht!

Liebhaber von Kräuterkunde, Naturfreunde und alle Interessierten aufgepasst! Auch 2026 wollen wir die beliebte Veranstaltungsreihe Kräuterplausch unter der fachkundigen Leitung von Kräuterpädagogin Angelika Ende fortführen.

Sie sind herzlich eingeladen uns bis zum 28.02.2026 mitzuteilen welche Themen rund um die Heilkräfte der Natur Sie interessieren. Aus den am meisten gewünschten Themen werden wir in Absprache mit Frau Ende Veranstaltungen für 2026 anbieten.

 

Ihre Themenwünsche richten Sie bitte an:

Begegnungszentrum Roßwein e. V. mit Kräuterlehrgarten

Mail: kraeutergartenrosswein@t-online.de

Post: Herrmannstraße 5, 04741 Roßwein

Telefon: 0152 58 78 91 91

 

Vielleicht spricht Sie auch etwas aus der folgenden Auflistung von Frau Ende an? Dann teilen Sie uns auch das gerne mit. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.

  1. Gegen alles ist ein Kraut gewachsen (2 Stunden):Kurzer Streifzug durch die Kräuterheilkunde – Tees, Tinkturen, Salben und mehr. Wie heilen Pflanzen? Vorgestellt werden bekannte und vergessene Heilpflanzen, Kräuter aus dem Garten und Wildpflanzen aus Wald und Feld. Was muss man bei der Selbstmedikation alles beachten? Wie kann ich mir selbst bei banalen Erkrankungen und Verletzungen helfen, wie bereite ich Heiltees richtig zu, was muss ich bei der Dosierung beachten?
  2. Räuchern mit heimischen Kräutern (2 Stunden): Am Anfang steht ein kurzer Rückblick in die Geschichte, zu den Wurzeln des traditionellen Räucherns in unserem Kulturkreis. Anschließend werden heimische Räucherkräuter vorgestellt. Die Wirkung der Räucherstoffe auf Geist und Körper wird besprochen. Im Anschluss stellen wir ein Räucherbüschel zur Anwendung in den Raunächten her.
  3. Gesundheitshelfer aus Küche und Garten (2 Stunden): Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen, Butterwickel bei Husten, Kohlwickel auf schmerzende Gelenke, Lauchtunk für den Bauch und und und… . Küche und Garten halten eine Vielzahl von Hausmitteln bereit, um Gesundheit zu bewahren und im Notfall schnell zu heilen. Früher waren diese Tipps allgemein bekannt, heute hat man manches dieser preiswerten und nebenwirkungsarmen Rezepte wiederentdeckt.
  4. Kräuterfrauen- Frauenkräuter (2 Stunden): Kräuterplausch in der freien Natur. Heilpflanzen, welche besonders in den verschiedenen Lebensrhythmen der Frauen von Bedeutung sind, werden vorgestellt und besprochen. Das sind insbesondere Kräuter und Heilpflanzen, welche uns während Schwangerschaft und Geburt, Wochenbett oder auch bei Menstruationsbeschwerden und im Klimakterium begleiten. Die Teilnehmerinnen sollen mit Wissen über Anwendungsbereiche der Kräuter aber auch über die verschiedenen Zubereitungsformen und Kontraindikationen vertraut gemacht werden.
  5. Wildkräuter in Wald und Feld (2 Stunden): Kleiner Kräuterplausch in der nahen Umgebung. Vorgestellt werden bekannte und vergessene Heilpflanzen, Kräuter rund um´s Haus und Wildpflanzen aus Wald und Feld. Besondere Beachtung finden Wildpanzen, welche in der Küche Verwendung finden und welche besonders im Frühling gesammelt werden, wie Gundermann, Giersch, Holunder usw.. Dazu werden Geschichten und Märchen erzählt. Im Anschluss an die kleine Exkursion sollen die Teilnehmer die Möglichkeit haben, kleine Köstlichkeiten selbst herzustellen und zu probieren.
  6. Ein Kräutergarten im eigenen Garten (2 Stunden): Was muss ich beachten, wenn ich meinen Eigenbedarf an Kräutern für die Küche und an Heilpflanzen weitestgehend aus dem eigenen Garten decken möchte? Wieviel Platz ist nötig, welche Standortbedingungen verlangen die Pflanzen und welchen Bedarf hat meine Familie? Es werden anhand von Beispielen Ideen vorgestellt für den Kräutergarten auf engstem Raum, es gibt einen Exkurs zu Kräuterspirale, Hoch- und Hügelbeet. Welche Pflanzen vertragen sich und welche Kräuter kann man mit Gemüse kombinieren? Im Anschluss gibt es Tipps zur Ernte, Lagerung und Konservierung von Kräutern.
  7. Johanniskräuter und Kräuterbuschen (2 Stunden): Inhalt diese Kräuterplausches sind die Kräuter, welche zur Sommersonnenwende wachsen und später auch in den Kräuterbuschen gebunden werden. Johanniskraut, Echte Kamille, Königskerze und mehr werden gesammelt und konserviert. Die Verwendung dieser Heilpflanzen, aber auch verschiedene Rituale zu Mittsommer, sowie Märchen und Legenden sind Thema dieser Veranstaltung.
  8. Preiswert und ökologisch vertretbar putzen und waschen (2 Stunden): Waschen mit Efeu und Kastanien, Glasreiniger, Scheuermittel und Geschirrspültabs aus einfachen Zutaten selber herstellen- geht das und ist das sinnvoll und wirksam? Viel hilft nicht immer viel- manche teuren Reinigungsmittel können wir uns schenken.
  9. Schönheitspflegemittel aus Obst, Gemüse und Kräuterzubereitungen (2 Stunden): Wir stellen Gesichtsmasken aus Quark, Banane und Erdbeeren her. Einfache Deos und Hautpflegelotionen werden hergestellt und probiert. Inhaltsstoffe und Zutaten werden besprochen. Anwendungsgebiete und Aufbewahrungstipps runden die Veranstaltung ab.
  10. Tees selbst zusammenstellen (2 Stunden): Selbstgesammelte Teekräuter werden gemeinsam vorbereitet und verarbeitet. Teemischungen werden hergestellt und probiert. Die einzelnen Kräuter werden erläutert, ihr Geschmack und ihre Wirkung näher beleuchtet. Wie bewahre ich Tees richtig auf, wie wende ich sie an?
  11. Grünkraut und Blaukraut (2 Stunden): Mit Pinsel, Stift und Schere bringen wir Pflanzen und Kräuter auf Papier, die uns vorher am Wegesrand und auf der Wiese begegnet sind. Nebenbei gibt es Informationen zur Geschichte und zu Anwendungsmöglichkeiten, die uns helfen, dass wir diese Pflanze ganz sicher nicht mehr vergessen.

 

Zur Einstimmung auf die Veranstaltungen 2026 folgt hier ein Rückblick auf den letzten Kräuterplausch 2025.

Die vom Seniorenkaffee vorgewärmten Plätze nahmen am 24.09.25 ab 17 Uhr die Teilnehmer der dritten Veranstaltung der Kräuterplauschreihe ein. Bei dem letzten Termin für 2025 nahm Kräuterpädagogin Angelika Ende die Anwesenden mit in die Welt der Gesundheitshelfer aus Küche und Garten. Zu allen vorgestellten Helfern erfuhren die Teilnehmer welche Teile angewendet werden und wie. Außerdem gab Frau Ende ihr Wissen weiter, wie man die Gesundheitshelfer für die Anwendung bearbeitet, vorbereitet und was es bei der Behandlung zu beachten gibt wie z. B. die Nachruhe bei Wickeln.

Den Anfang machte die Kartoffel. Deren Saft und Schale zur Behandlung und Kuren angewendet werden kann. Weiter ging es mit der Zwiebel die unteranderem bei festsitzendem Husten, Halsschmerzen und Ohrenschmerzen Linderung schafft. Das Senfkörner ein Teil der Grundlage von Senf ist, wissen wahrscheinlich die Meisten. Weniger bekannt ist aber wohl, dass die vermahlenen Senfkörner als Wickel und im Fußbad angewendet werden können. Herbstzeit ist Apfelzeit und der ist ein kleiner Alleskönner mit seinem Pektin, vielen Vitaminen, Ballaststoffen und Sekundärpflanzenstoffen. Viele werden kennen, dass man bei Durchfall einen Apfel auf einer Glasreibe zubereitet, um ihn anschließenden rosten zulassen. Man lässt den Apfel also schlicht und ergreifend braun werden. Aber wussten Sie das man den Apfel so verarbeitet auch zum Lösen von Verstopfungen nutzen kann? Auch Apfelessig kann bei verschiedensten Beschwerden wie z. B. Magengrummeln, Fußpilz, Heiserkeit, Gelenk- und Gliederschmerzen sowie Krampfadern zur Linderung oder auch Heilung genutzt werden. Neben all diesen Anwendungen bringt er auch Glanz ins Haar. Passend zur Erntezeit ging es mit Kohl weiter. Bei regelmäßigem Genuss sind Kohlgerichte im Allgemeinen gut durch die enthaltenen Ballaststoffe, Sekundärpflanzenstoffe und das Vitamin C im fermentierten Kohl, also dem Sauerkraut. Mit diesen Inhaltsstoffen ist er unteranderem gut für den Cholesterinspiegel, als Vorbeugung gegen Darmkrebs und für eine bessere Verdauung. Damit der Kohl besser verträglich ist, gab es noch die Empfehlung von Frau Ende diesen mit Kümmel zu zubereiten. Auch bei Verstauchung, Verrenkungen, Prellungen, Schwellungen nach einer Operation und bei Beschwerden die mit Hitze einhergehen kann Kohl angewendet werden. Nach dem Kohl ging es um Milchprodukte wie Quark und Joghurt. Diese können bei heißen Beschwerden wie Sonnenbrand und Schwellungen genutzt werden. Weiter ging es mit dem klebrigen Bienenerzeugnis, dem Honig. Dieser kann, wie vielen bekannt, in Milch und Tee angewendet werden, aber auch als Wickel. In Osteuropa wird er für Massagen angewendet und hilft beim Entschlacken und Entgiften. Eine desinfizierende antibakterielle Wirkung hat die Gewürznelke, wenn man diese Zerkaut. So angewendet hilft diese auch bei Zahnschmerzen und gegen den Geruch von Knoblauch. Die Teilnehmer erfuhren außerdem, dass die Minze und das Menthol in der Zahnpasta helfen gegen Knutschflecken und den im Kommen befindlichen Herpes. Zum Abschluss des theoretischen Teils gab es noch den Hinweis das Salatgurke kühlend wirkt sowie das bei Gicht der Verzehr von Giersch hilft und das Weglassen von Schweinefleisch sowie von Bier. Für Zuhause bekamen alle Anwesenden noch eine Übersicht zu den Ausführungen von Frau Ende mit. Auf dieser sind die Informationen zu den vorgestellten Gesundheitshelfern für den Hausgebrauch sowie zum Zubehör und Vorgehensweise der genannten Anwendungen zusammengestellt. Zu guter Letzt teilte Frau Ende auch noch das Schönheitsgeheimnis der Französinnen.

Im praktischen Teil dieser Veranstaltung konnten die Teilnehmer den Ansatz für Apfelessig und Oxymel herstellen. Dazu erhielten die Anwesenden noch Informationen sowie Hinweise zum weiteren Umgang mit den Ansätzen. Das angesetzte Oxymel kann nach Fertigstellung zur täglichen Stärkung angewendet werden sowie bei Sonnenbrand und Insektenstichen. Die Liste mit den Zutaten, Anwendungen und Indikationen konnten die Teilnehmer mit nach Hause nehmen.